Die Entstehungsgeschichte des Mangas
Manga, ein Begriff, der in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat, stammt aus dem Japan der 19. Jahrhunderts. Der Name “Manga” selbst wird auf die japanische Silbe “man”, was so viel bedeutet wie “ungezogene Zeichnung” oder “Kartoffelzeichnung”, zurückgeführt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Manga jedoch zu einer einzigartigen Kunstartform, die sowohl für Japan als auch internationale Leserkreise faszinierend ist.
Die Entwicklung von Hand- zu Buchmanga
In den Manga frühen 19. Jahrhunderten gab es bereits in Japan verschiedene Formen von Comics und Zeichnungen. Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung des Western-Stils, der von japanischen Künstlern adaptiert wurde und bald zum Modell für Manga wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich ein neuer Stil zu entwickeln, der als “Tezuka-Style” bekannt ist und auf die Werke von Osamu Tezuka zurückgeht.
In den folgenden Jahren wurden Mangas immer populärer und erreichten schließlich auch das Ausland. Der Durchbruch gelang jedoch erst mit dem Aufkommen des Computerspiels und der digitalen Medien. Heute gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits eine beachtliche Anzahl von Anime-Spielhäusern und -läden, wo man sich mit den neusten Neuerscheinungen und Bestsellern aus Japan vertraut machen kann.
Die Themenpalette des Mangas
Ein Großteil des Mangas dreht sich um fantastische Weltmodelle, in denen oft magisch begabte Personen miteinander interagieren. So werden z.B. in den sogenannten “Shojo”-Mangas das Leben von Jugendlichen und Erwachsenen thematisiert.
Andererseits gibt es auch Mangas, die eher dem Reality-Horror-Thriller-Genre zuzuordnen sind, wie zum Beispiel der Erfolgskomiker Manga “JoJo’s Bizarre Adventure”. In diesen Serien kommen oft übermenschliche Kräfte vor und bieten eine spektakuläre Mischung aus Kostümern, Fantasy-Einlagen und Action.
Ebenfalls beliebt bei japanischen Leserkreisen sind sogenannte “Seinen”-Mangas. Diesen Mangabildungen liegt ein großer Schwerpunkt auf Realität und Handlung zugrunde, so dass man sich in den Geschichten wie tatsächlich lebende Menschen vorstellen kann.
Technik des Manga
Um die Welt der japanischen Comics besser zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, wie sie entstehen. Die Zeichner beginnen damit, ein sogenanntes “Storyboard” zu erstellen, in dem alle wichtigen Szenen und Geschehnisse bereits auf Papier visualisiert werden.
Im nächsten Schritt wird das fertige Skizzenbündel dann von einem Illustrator übernommen, der es mit den erforderlichen Details ergänzt. Es ist wichtig zu beachten, dass sowohl die Zeichnung als auch die Texte innerhalb eines Mangas stets im ursprünglich geplanten Layout verbleiben.
Arbeitsweise und Technik
Die Gestaltung von einem Manga erfordert eine hohe Konzentration und künstlerische Fähigkeiten. Im Idealfall wird der Text in einer speziellen Sprache geschrieben, die als “Mangaka-Deutsch” bezeichnet wird. Die Schriftzeichen sind dabei normalerweise sehr groß und werden nur dann kleiner, wenn es darum geht, einzelne Wörter oder Phrasen besonders hervorzuheben.
Insgesamt benötigt es viel Erfahrung und Geduld, um ein erfolgreiches Manga-Manuskript zu schreiben. In den meisten Fällen wird der Entwurf zunächst auf Papier verfasst, bevor er dann digitalisiert und in das Layout übernommen wird.
Der Aufstieg zur Weltliteratur
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erreichte Manga weltweit große Popularität, insbesondere dank seiner fantastischen Themen und abenteuerlichen Geschichte. In den vergangenen Jahren hat sich diese Euphorie sogar verstärkt, sodass heute nahezu jedes bedeutende internationale Comic-Magazin regelmäßig eine Sonderausgabe zum Thema Manga veröffentlicht.
Neben der klassischen japanischen Comic-Form gibt es inzwischen auch viele andere Arten von Mangas. Neben den oben erwähnten Shojo-, Seinen und Shonen-Manier gibt es noch andere Untergruppen, wie z.B. den Sushi-Manga oder den Rippertext-Manga.
Kritik an der Form
Von einigen Kritiker wird angemerkt, dass die japanische Comic-Form in den letzten Jahren zu sehr geprägt wurde von westlichen Einflüssen und Anleihen aus dem Bereich des amerikanischen Mangas. Allerdings ist dieser Eindruck sicherlich falsch, da beide Formen sich unterschiedliche Entwicklungslinien zulegen.
Die internationale Wirkung des Manga
In den letzten Jahren hat der japanische Comic-Stil an internationaler Beliebtheit gewonnen und breitet sich nun auch im Ausland aus. Die Besucherzahlen von Anime-Messen wie der Otakon in Maryland, USA sind seit 2007 stetig gestiegen.
Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und kulturellen Relevanz gilt Manga weltweit als eine wichtige Kunstartform. Ein gewisses Wachstum bei der Nachfrage nach Mangas ist auch auf die zunehmende Popularität des Fernsehens, insbesondere des Anime zu danken.
In Europa gibt es ebenfalls wachsende Interesse an dieser Form von Comics und ihre Belegschaft setzt sich ständig weiter für seine Kultur ein. In den letzten Jahren gab es vermehrte Veranstaltungen wie der Otakon-Festival, aber auch kleinere Events in kleinerem Umfang.
Zukunftsaspekte
Das Zukunftsperspektiven des Mangas sehen sehr gut aus. Die Popularität im Ausland nimmt zu und der Erfolg beim Publikum ist ungebrochen groß. Die künstlerischen Möglichkeiten, die mangabedingte Kreativität bietet, sind endlos.
Die nächste Generation von Manga-Produzenten wird daher auch neue Wege gehen müssen, um ihre Inhalte einer breiter werdenden Zuhörerschaft zugänglich zu machen. Diese Entwicklung wird mit Sicherheit zu neuen künstlerischen und inhaltlichen Möglichkeiten führen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Manga ein echtes Meisterwerk japanischer Comic-Kunstform ist. Durch seine Fähigkeit, in verschiedenen Bereichen die Emotionen seiner Leser zum Leben zu erwecken und zu bewegen, hat es eine besondere Stelle unter den Kunstarten eingenommen.
Von seinem Aufkommen bis heute hat der Manga sich entwickelt von einer Handzeichnung eines Comic-Händlers bis hin zur digitalisierten Version. Während die Themenpalette immer weiter expandiert wird auch das Publikum zunehmend größer und vielfältiger, was sicherlich noch weitere Entwicklungen anregen wird.
Im Ergebnis bleibt jedoch ein wichtiger Aspekt: Der Manga ist keine Werbung oder Reklame. Es handelt sich um eine Kultur- und Kunstform der eigenen Art mit einer unvergleichlichen Geschichte und Entwicklungsmöglichkeit, die das Publikum begeistert und fesselt.
Die internationale Wirkung des Mangas lässt auch auf ein großes Zukunftspotential schließen. Wenn man es so sieht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Manga weiter international an Beliebtheit gewinnt.